Barbarische Dörfer, chaotische Städte

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Professor Holm Sundhaussen erklärt in diesem Artikel wie viele Balkaner das Land verlassen haben, ohne richtig in die Stadt angekommen zu sein. Daher gibt es im Balkanraum schon seit zwei Jahrhunderte eine hartnäckige Stadtfeindschaft, die vom russischen, deutschen und einheimischen konservativen Ideen beeinflüsst worden ist.

Von Prof. Dr. Holm Sundhaussen

Noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts waren die Balkanländer (südlich von Save und Donau) ebenso wie Rumänien nur schwach urbanisiert. Um 1900 lebten zwischen 80% und 86% der Bevölkerung Bulgariens, Rumäniens und Serbiens auf dem Land. Nur in Griechenland lag ihr Anteil mit 67% etwas niedriger.0 Aber auch ein erheblicher Teil derjenigen, die in den Statistiken als Stadtbevölkerung ausgewiesen wurden, waren keine Städter im engeren Sinn des Wortes. Die Zuerkennung des urbanen Status erfolgte zumeist auf administrativem Weg, so dass mitunter auch Ortschaften mit einer geringen Bevölkerungszahl als „Städte“ behandelt wurden. Viele dieser Siedlungen waren de facto größere Dörfer mit starken landwirtschaftlichen Aktivitäten der Bewohner, die ihre Dörfer verlassen hatten, ohne in der Stadt angekommen zu sein.

Wanderungen aus den Dörfern

Bis zum Ende des 2. Weltkriegs schritt die Verstädterung nur vergleichsweise langsam voran. Erst während der sozialistischen Zeit – als Begleiterscheinung der forcierten Industrialisierung – setzte eine gigantische Binnenwanderung aus den Dörfern in die Städte ein. Seit Beginn der 1950er Jahre wanderten mehrere Millionen Menschen vom Land in die Städte ab. Die Dynamik der Landflucht bzw. der Urbanisierung nahm bald „pathologischen Charakter“ an, da die Städte mit ihrer defizitären Infrastruktur auf den Ansturm unzureichend vorbereitet waren.

Die Hauptstadtlastigkeit in allen Balkanländern verschärfte das Problem. Während die Hauptstädte schnell aus allen Nähten platzten, konnten die übrigen Städte ihre inferiore Position in der Siedlungshierarchie nicht oder nur schleppend überwinden. Anfang der 1990er Jahre belief sich der Anteil der städtischen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung in Bulgarien auf fast 68%, in Griechenland auf 63%, in Rumänien auf 54%, in (Rest)Jugoslawien (Serbien und Montenegro) auf 51% und in Albanien auf 36%.1

Allein im früheren Jugoslawien wechselten in den ersten dreieinhalb Jahrzehnten nach dem 2. Weltkrieg mehr als acht Millionen Menschen ihren Wohnsitz, darunter vier bis fünf Millionen, die vom Land in die Stadt oder stadtähnliche Verdichtungszonen zogen. Die Folge war, dass einerseits die Städte partiell verländlichten (Ruralisierung, Rurbanisierung)2 und dass andererseits viele Dörfer „vergreisten“ und vom Aussterben bedroht waren. In Rumänien sollte die Dorfzerstörung durch ein 1974 erlassenes Gesetz zur „Systematisierung“ des Bodens und der ländlichen Siedlungen gezielt zugunsten agro-industrieller Komplexe vorangetrieben werden. Etwa die Hälfte der rund 13.000 rumänischen Dörfer war zur Liquidation vorgesehen. Ähnliche, wenn auch weniger radikale Pläne gab es in Bulgarien.

Nach dem Umbruch von 1989 und der folgenden „De-Industrialisierung“ kam die Verstädterung in den postsozialistischen Ländern (mit Ausnahme Albaniens) vorerst zum Stillstand, und die Richtung der Wanderungsströme kehrte sich partiell um.

Hintergrund der Stadtfeindschaft

Die Stadtfeindschaft im Balkanraum hat eine lange und bewegte Geschichte. Während der osmanischen Herrschaft waren die Städte Sitz der osmanischen Verwaltung (oft auch Stationierungsort für Garnisonen) gewesen, und die städtische Handwerks- und Händlerschicht hatte sich aus Personen unterschiedlichster ethnischer Zuordnung, Sprache und Religion (Türken, Muslime anderer Herkunft, „Griechen“, Juden, Armenier, Aromunen/Zinzaren etc.) zusammengesetzt. Zwischen Stadt und Land hatte eine ausgeprägte ethnische/religiöse/sprachliche Differenz bestanden. Nach Befreiung von osmanischer Herrschaft setzte stürmischer Prozess nationaler Homogenisierung in den Städten ein. Mit Ausnahmen in Bosnien, Albanien und Teilen Bulgariens wurde das „osmanische Erbe“ radikal und nahezu restlos liquidiert.3

Im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts setzte jedoch eine neue, zweite Welle der Stadtfeindschaft ein. An die Stelle der ethnischen trat nun eine zivilisatorisch/kulturelle Differenz.4 Die neue Stadtfeindschaft war eine Reaktion auf die postosmanische „Europäisierung“ bzw. auf die erste „Rückkehr nach Europa“ (der nach 1989 eine zweite „Rückkehr“ folgen sollte). Die fast ausnahmslos noch analphabetischen Bauern wehrten sich mit Händen und Füßen gegen die rechtliche, wirtschaftliche und kulturelle Transformation, die sie nicht verstanden und die ihre traditionelle „Welt“ – die Dorfgemeinschaften, die Subsistenzwirtschaft, das Kollektiveigentum, die Großfamilien, das Gewohnheitsrecht und die face-to-face-Beziehungen) zerstörte.

Zwischen den an mittel- und westeuropäischen Universitäten ausgebildeten Modernisierungseliten in den Städten und der Landbevölkerung tat sich eine tiefe Kluft und Entfremdung auf. Auf die Bauern wirkten die städtischen Oberschichten mit ihrem „europäischen“ habitus (in Kleidung, Wohnung, Essen, Freizeitgestaltung usw.) wie seltsame, etwas lächerliche Wesen aus einer anderen Welt, während die Bauern den Vertretern des neuen Bürgertums als „rückständig, primitiv und verstockt“ galten.

Vehemente Fürsprecher fanden die Bauern schließlich in den Reihen der städtischen Eliten, die sich in einen „prowestlichen“ und einen „antiwestlichen“ Flügel spalteten. Die „Antiwestler“ machten sich die tiefe Abneigung der Landbevölkerung gegen die „Modernisierung“ zu Eigen. Fast ausnahmslos hatten auch sie an ausländischen Universitäten studiert und waren dort mit agrarromantischen und städtefeindlichen Ideen konfrontiert worden. Vorbilder waren die Slavophilen und später die Narodniki in Russland (Ivan Kireevskij, 1839-1864; Aleksej Chomjakov, 1804-1860; Alexander Herzen, 1812-1870; Nikolaj Černyševskij, 1828-1889) auf der einen sowie Wilhelm Heinrich Riehl (1823-1897), der Begründer der Stadtfeindschaft in Deutschland, und später Oswald Spengler (1880-1936) auf der anderen Seite.

In den Großstädten seiner Zeit, den „Wasserköpfen der modernen Civilisation“, verortete Riehl den „Geist des Encyklopädismus“, den „Geist der verneinenden nivellierenden Politik“ und den „socialistischen Geist der Gleichmacherei“, der natürliche Unterschiede nicht mehr anerkennen wolle.5 Riehl griff die bereits von Ernst Moritz Arndt (1769-1860) vorformulierte Bauernideologie auf und wurde damit „der erste konservative deutsche Denker, der in umfassender Weise das Bauerntum als politisches Gegengewicht – als Träger einer angeborenen konservativen Gesinnung – der Großstadt und der großstädtischen Bevölkerung entgegenstellte“6: „…der Bauer ist die Zukunft der deutschen Nation. Die innere Erfrischung und Verjüngung unseres Volkslebens kann nur noch von dem Bauernstande ausgehen.“7 Für die Agrarromantiker wurde das „Volk“ mit seiner Traditionen zum Gegenpol einer alles zersetzenden, nivellierenden, globalisierenden (Un-)Zivilisation.

Diese und ähnliche Argumente finden sich massenhaft auch in den Schriften balkanischer Populisten wieder. Schriftsteller, Wissenschaftler (insbesondere Historiker, Ethnologen, Soziologen) und Politiker pflegten den Kult des Dorfes. Zu ihnen gehörten sowohl Traditionalisten aus den Reihen der alten Honoratioren oder (im Falle Rumäniens) der Großbojaren (im 19. Jahrhundert) wie auch „moderne“ Agrarromantiker konservativen oder linken Zuschnitts (Frühsozialisten) (seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts) sowie später die Politiker der Bauernparteien in Bulgarien, Rumänien, Serbien, Kroatien und Jugoslawien sowie die Führer faschistischer oder faschistoider Bewegungen (Eiserne Garde in Rumänien, Ustascha-Bewegung in Kroatien etc.) (in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts).

Was die in ihrer politischen Ausrichtung, ihren Entwicklungsstrategien und ihrer sozialen Herkunft so unterschiedlichen Populisten einte, war die Verherrlichung des Bauerntums und der Agrarwirtschaft. Für die von der Romantik und der Volkstumsideologie (später auch von biologistischen und rassistischen Ideen) beeinflussten Geistes- und Sozialwissenschafter waren Bauern (und Hirten) etwas anderes und weit mehr als eine sozioökonomische Schicht; sie waren der ursprünglichste, reinste und authentischste Teil des Volkes.8  Die Agrarromantiker wollten diesen authentischen „Volkskern“, der sich im Gewohnheitsrecht, im Brauchtum, in der Familienorganisation (Zadruga) und in der Dorfgemeinschaft, stellenweise (etwa im dinarischen Gebirgsraum) auch in Gestalt des Stammes konserviert hatte, vor der drohenden „Verwestlichung“ oder „Europäisierung“ bewahren. Der Populismus war daher zu wesentlichen Teilen eine Abwehrreaktion auf den Import „westlicher“ Modelle und Institutionen, – die Komplementärseite der „Europäisierung“. Er war freilich auch der (vergebliche) Versuch, einer Pauperisierung und Entwurzelung der Landbevölkerung durch Abwehr des Individualeigentums, der kapitalistischen Marktwirtschaft und der Industrialisierung vorzubeugen. Verhasst waren insbesondere die Hauptstädte als Sitz zentralistisch strukturierter Verwaltungsapparate, die mit Steuern, Verordnungen und Eingriffen aller Art die Bauern drangsalierten und ausbeuteten. So wurde der rumänische Populist Virgil Madgearu in der Zwischenkriegszeit nicht müde, die „parasitäre“ Lebensweise osteuropäischer Städte zu geißeln: In einem zukünftigen Bauernstaat sei für die städtischen „Parasiten“ kein Platz.9

So wie es einen Antisemitismus ohne Juden gab (und gibt), so gab es im Balkanraum zunächst eine Großstadtfeindschaft ohne Großstädte. Die Stadtfeindschaft richtete sich zwischen 1870 und 1945 weniger gegen real existierende Städte (obwohl diese durchaus einen Stein des Anstoßes bildeten) als vielmehr gegen eine vermeintliche universale Bedrohung, die von den „Megastädten“ der westlichen Zivilisation ausging und die Völker in ihrer von Gott verliehenen Ursprünglichkeit vernichten wollte. 

Noch existiert keine Gesamtdarstellung der Großstadtfeindschaft in Südosteuropa vor dem Zweiten Weltkrieg. Aber es gibt es eine ganze Reihe von Untersuchungen zu einzelnen Strömungen (z.B. zum Poporanismus und Ţărănismus in Rumänien, zur Ideologie des bulgarischen Bauernführers Alexander Stambulijski, zur Ideologie der kroatischen Ustascha-Bewegung usw.).10 Sie zu einer Synthese zusammenzuführen, gehört zu den Desiderata der südosteuropäischen Gesellschafts- und Ideengeschichte vom Beginn der postosmanischen Ära bis 1945.

Nach Etablierung der sozialistischen Regime wurden die antimoderne Stadtfeindschaft und die Agrarromantik durch das sozialistische Modernisierungskonzept vollständig verdrängt.

Erst nach dem Systemkollaps von 1989 kehrten mit der zweiten „Rückkehr nach Europa“ auch die stadtfeindlichen Konzepte wieder in die Öffentlichkeit zurück. In den 1990er Jahren quoll die Stadt-Land-Disparität wieder an die Oberfläche der Diskurse in und um das auseinander gebrochene Jugoslawien. Für die Einen war es die chaotische, laszive Stadt, die das Volk in seinem Kern bedrohte, für die Anderen war es das barbarische Dorf, das die zivilisierte Stadt zerstörte.

Krieg der Dörfer gegen die Stadt

Die Rede vom Krieg der Dörfer gegen die Städte und vom „Urbanicid“ floss auch in die Erklärungen der postjugoslawischen Gewalt ein.11 Aber die Kriege der 1990er Jahre waren nur bedingt Kriege der Dörfer gegen die Städte. Zwar bildeten die multiethnischen und multikulturellen Städte (wie Sarajevo, Mostar, Vukovar u.a.) ein beliebtes Angriffsziel der Gewaltakteure, die eine seit langem virulente Stadtfeindschaft auf ihr Banner geschrieben hatten, aber viele dieser Akteure waren selbst Teil der städtischen Gesellschaft.12 Und erst dieser innere Zwist in den Städten verlieh dem Stadt-Land-Gegensatz seine aggressive Stoßrichtung. Viele Städter der ersten Generation sind in der Stadt nie richtig angekommen. Sie haben dort gelebt, oft sogar Karriere gemacht, aber in ihren „habits of the heart“ blieben sie dem Dorf verwachsen, wie z.B. der Führer der bosnischen Serben in den 1990er Jahren, Radovan Karadžić, der die Städte als „Gefängnisse“ apostrophierte.13

Rund vierzig Jahre nachdem der serbische Philosoph Radomir Konstantinović seine resignativ-skeptische „Filosofija palanke“ (Philosophie der Kleinstadt) veröffentlicht hatte, feierte der „Geist der Kleinstadt“ seine Auferstehung. Der erste Satz in Konstantinovićs Werk lautet: „Unsere Erfahrung ist die der Palanka.“ Unter „palanka“ verstand man bis ins 19. Jahrhundert hinein eine Ortschaft zwischen Dorf und Stadt. Von den Dörfern unterschied sie sich zumeist nur dadurch, dass sie eine geschlossene Siedlung darstellte und einige Läden beherbergte. In osmanischer Zeit war die Palanka zumeist durch eine Mauer oder einen Palisadenzaun von der Außenwelt abgeschirmt und geschützt. Die Palanka in dem von Konstantinović problematisierten Sinn ist eine in sich geschlossene, zeitlose Welt: „unser Schicksal, unser Verhängnis. Es gibt und kann keine Veränderungen geben. Die Geschichte hat uns vergessen.“ „Zwischen Dorf und Stadt – und derart vergessen – ist die Welt der Palanka weder Dorf noch Stadt.“ Ihr „oberster Gott“ ist der „Gott der Einheit“, die abgeschottete Nation, denn jenseits des Palisadenzauns lauert das „Chaos“, das Chaos einer „absolut-offenen Welt“.

Die Angst vor dem, was jenseits des Zauns ist, die Angst vor fremden Einflüssen und Veränderungen, beherrscht den Geist dieser geschlossenen Gesellschaft, den Geist eines „Stammes in Agonie“.14 Die „Neue Rechte“, die sich Ende der 1990er Jahre in Serbien formierte, versteht sich heute als Sprachrohr einer Stadtfeindschaft, die weder neu noch zukunftsweisend ist.15

Dit artikel werd gepubliceerd in Donau 2007/2

  1. Sundhaussen, Holm: Bevölkerungsentwicklung und Sozialstruktur, – in: Südosteuropa. Gesellschaft, Politik, Wirtschaft, Kultur. Ein Handbuch. Hg. M. Hatschikjan, S. Troebst. München 1999, S. 143 ff. ↩︎
  2. Vgl. dazu Simić, Andrei: The Best of Two Worlds. Serbian Peasants in the City, – in: G.M. Foster, R.V. Kemper (Hg.): Anthropologists in Cities. Boston 1974, S. 179-200; Simić, Andrei (Hg.): The Peasant Urbanites. New York 1973; Spengler, M.: Urban Research in Yugoslavia: Regional Variations in Urbanization, – in: M. Kenny u.a. (Hg.): Urban Life in Mediterranean Europe. Anthropological Perspective. Urbana 1983, S. 76-108; Prosić-Dvornić, Mirjana: The Rurbanization of Belgrade after the Second World War, – in: K.Roth (Hg.): Die Volkskultur Südosteuropas in der Moderne. München 1992, S. 79–102. ↩︎
  3. Vgl. u.a. Hartmuth, Maximilian: Negotiating Tradition and Ambition: A Comparative Perspective on the “De-Ottomanisation” of Balkan Cityscapes, – in: Ethnologia Balkanica 10 (2006), 15-33. ↩︎
  4. Zum Beispiel Serbien vgl. Sundhaussen, Holm: Geschichte Serbiens. 19.-21. Jahrhundert. Wien 2007, S. 160 ff., 194 ff. Stojanović, Dubravka: Rural Against Urban: Anti-Urban Discourse and Ideology in Early Twentieth Century Serbia, – in: Ethnologia Balkanica 9 (2005), 66-79. ↩︎
  5. Belege bei Bergmann, Klaus: Agrarromantik und Großstadtfeindschaft. Meisenheim am Glan 1970, S. 42 f. ↩︎
  6. Ebenda, S. 48. ↩︎
  7. zit. nach ebenda. ↩︎
  8. Insbesondere die Vertreter der Volkskunde, die sich Anfang des 20. Jahrhunderts als Wissenschaftsdisziplin etablierte, waren vehemente Stadtfeinde. Vgl. Sundhaussen, Holm: Serbische Volksgeschichte. Historiker und Ethnologen im Kampf um Volk und Raum vom Ende bis zum Ende des 20. Jahrhunderts, – in: M. Hettling (Hg.): Volksgeschichte im Europa der Zwischenkriegszeit. Göttingen 2003, S. 301-325; Čolović, Ivan: Town and Country in the Work of Tihomir Djordjević, – in: Ders., The Politics of Symbol in Serbia. Essays in Political Anthropology. London 2002, S. 112-121. ↩︎
  9. Madgearu, Virgil M.: Ţărănismul. Bukarest 1923; Ders.: Agrarianism, capitalism, imperialism. Contribuţii la studiul evoluţiei sociale româneşti. Bukarest 1936. ↩︎
  10. Literaturauswahl: Pešelj, Branko M.: Peasantism: Its Ideology and Achievments, – in: C.E. Black (Hg.): Challenge in Eastern Europe. New Brunswick/N.J. 1954, S. 109-131;  Fischer-Galati, Stephan: Peasantism in Interwar Eastern Europe, – in: Balkan Studies 8 (1967), S. 103-114; Ornea, Zigu: Poporanismul. Bukarest 1972; Gollwitzer, Heinz: Europäische Bauerndemokratie im 20. Jahrhundert, – in: Ders. (Hg.): Europäische Bauernparteien im 20. Jahrhundert. Stuttgart, New York 1977, S. 1-82; Ionescu, Ghiţa: Eastern Europe, – in: Ders., E. Gellner (Hg.): Populism. Its Meanings and National Characteristics. London 1969, S. 97-212; Bell, John D.: Peasants in Power. Alexander Stamboliski and the Bulgarian Agrarian Union, 1899-1923. Princeton 1977 Müller, Dietmar: Agrarpopulismus in Rumänien. Programmatik und Regierungspraxis der Bauernpartei und der Nationalbäuerlichen Partei Rumäniens in der Zwischenkriegszeit. St. Augustin 2001; ↩︎
  11. Das Wort „Urbanicid“ wurde vom serbischen Architekten Bogdan Bogdanović geprägt. Vgl. Ders.: Die Stadt und der Tod. Klagenfurt 1993.  ↩︎
  12. Dazu Bougarel, Xavier: Yugoslav Wars: The ‘Revenge of the Countryside’: Between Sociological Reality and Nationalist Myth, – in: East European Quarterly 33 (1999), 2, S. 157-175. ↩︎
  13. Vgl. Vujović, Sreten: Nelagoda od grada [Das Unbehagen an der Stadt], – in: Srpska strana rata. Trauma i katarza u istorijskom pamćenju [Die serbische Seite des Krieges. Trauma und Katharsis in der historischen Erinnerung]. Hg. Nebojša Popov. Beograd 1996, S. 132-158, hier S. 147. ↩︎
  14. Konstantinović, Radomir: Filosofija palanke. Beograd 1981 (erstmals veröffentlicht 1969). Seit 1991 sind mehrere Neuauflagen erschienen. Kritische Beobachter der serbischen Gesellschaft weisen Konstantinovićs Arbeit, die lange Zeit kaum zur Kenntnis genommen worden war, prophetischen Charakter zu. Der Philosoph Milorad Belančić hat in einem 2003 erschienenen Werk die „Rückkehr der Palanka“ und den „Sieg des Kleinstadtgeistes“ rekonstruiert. Belančić, Milorad: Genealogija palanke. Osnovni pojmovi [Genealogie der Palanka. Grundbegriffe]. Beograd 2003. ↩︎
  15. Vgl. u.a. The Radical Right in Central and Eastern Europe since 1989. Hg. Sabrina P. Ramet. Pennsylvania 1999; The Revival of Right-Wing Extremism in the Nineties. Hg. Peter H. Merkl – Leonard Weinberg. London 1997.
      ↩︎
Prof. Dr. Holm Sundhaussen (1942-2015) studied History, Slavonic and German languages at the university of Munich (Germany) and received his PhD in 1973. He worked at faculties in Hamburg, Göttingen and Munich, before he became Professor of South-Eastern History at the Freie Universität of Berlin in 1988. As director of the Berlin Osteuropa Institut, he was (co-)editor and supervisor of some important periodicals about Eastern and South-Eastern European history and culture, such as Südost Forschungen, Forschungen zur osteuropäischen Geschichte and the Viennese Österreichische Osthefte. Prof. Sundhaussen’s main interests concern the 19th and 20th century history of the Balkans, nationalism, inter-ethnic conflicts and social-economic history. 
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